Elektronisches Gedächtnis?

Online-Reputation: Reputations-Management

In der digitalen Welt wird der Begriff der Online-Reputation mit dem Ruf eines Menschen, einer Marke, eines Vereins oder einer Firma in dem interaktiven Medium gleichgesetzt.

Sicherlich arbeitet unser natürliches Gehirn da völlig anders. Es speichert nach eigenen Kriterien, selektiv und manchmal wohlwollend.
In den digitalen Medien kommt dieses nicht zur Wirkung. Nüchtern und technisch wirkt hier ein höherer Reichweite und Verstärkung als in den klassischen Medien. In den digitalen Medien ist der Verstärkungsfaktor einer Nachricht deutliche höher als in den klassischen Medien.
Die heutige Mediennutzung ist im Vergleich zu vor 10 Jahren stark verändert.

Heutige Mediennutzung:

  • 50% TV
  • 50% Online

Damit steigt in der Wahrnehmung der Menschen die Wirkung der Inhalte aus dem Internet. Die der klassischen Medien fällt stetig zurück. TV zählt dabei zu den klassischen Medien!
Über den Erfolgt einer Website entscheidet die Sichtbarkeit, mit anderen Worten die Position in den Ergebnislisten der Suchmaschinen und der Anzahl der Fan im Bereich Social Media.
Selbst in den digitalen Medien sprechen wird heute vom „klassischen Internet“. Mit Social Media (z. B. Facebook oder Twitter) wird es den Nutzern möglich, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte zu gestalten. Mit dem Effekt, wir hinterlassen immer mehr digitale Spuren im Internet. Dieses kann zur Gefahr werden. Wer, was, wann, wo sagte und das bleibt über Jahre hinaus erhalten.

Online-Reputations-Management (ORM)

Die manuelle oder automatisierte Überwachung der Inhalte im WWW ist der eine Aspekt des Online-Reputationmanagement (ORM), die Konzeption und Anwendung von Maßnahmen zur Beeinflussung des eigenen Bildes im Netz der andere.
Ein professionelles Online-Reputationmanagement sollte aus präventiven Maßnahmen bestehen, damit Reputationsprobleme von vorne an vermeiden zu können. Beim ORM handelt es sich nicht um Stimmungsmache, sondern um Meinungsbildung.

Corporate Blogging

Ein Ansatz zur aktiven Gestaltung ist Corporate Blogging. Nicht nur wenn eigene Aktivität akut gefordert ist, der Aufbau einer eigenen Plattform bietet eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Es können Erfahrungen gesammelt werden, die sind besonders im Fall einer Krise von höchstem Wert.

Das Corporate Blogging erfordert:

  1. zuhören
  2. analysieren
  3. beeinflussen

und das alles mit Ausgewogenheit. Es kann mit problemfreien gesteuerten Themen begonnen werden. Ein Beispiel für Social Media als Service Kanal:

Kunden helfen Kunden

Häufig sind die Anliegen nicht extrem kritisch: Kundenanliegen schnell und zuverlässig erkennen und erledigen. Gutes tun und darüber sprechen.
Für die Interaktion gibt es keine Patentlösung. Aber für negative Kritik bedanken und die Lösung des Problems genau an der Stelle der Kritik veröffentlichen, dass zeigt Souveränität und professionellen Umgang mit Problem und deren Lösung.